Fallschirmspringer in Puerto

Wenn man in Puerto Escondido nichts ahnend, versonnen vor sich hinsinnend, über den Sinn des Lebens grübelnd am Strand liegt, kann es unter Umständen schon mal passieren, dass über einem plötzlich Menschen vom Himmel fallen… Bildungsgebürgert wie ich bin, war mein erster Gedanke natürlich der an Williams Goldings Herr der Fliegen… Allzu traumatisch war mir die Vokabel parachute noch im Kopf… Zweiter Gedanke war: Ach Du Sch… der hat sich verflogen…

Fallschirme über Puerto Escondido

Mitnichten hatte er sich verflogen, es war tatsächlich eine geplante Landung… Zumindest landeten in den kommenden Tagen noch viele viele weitere am Strand…

Fallschirmspringer

Fallschirmspringer in Puerto

Der Plan steht jedenfalls: nächstes Mal wird gesprungen… Jawohl!!!

Fallschirmspringerlandung

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Hände am Strand von Puerto

Hände am Strand von Puerto

Playa Zicatela

Die Playa Zicatela Richtung Süden… Links parallel zum Strand DIE Strasse, kleine Cafés, Surferläden, grössere Cafés, Bars, Restaurants, Musike, eine Galerie… Das Meer hier eher nicht zum Baden geeignet. Zumindest nicht, wenn man nicht vorhat in den Armen eines Rettungsschwimmers zu enden. Ein Paradies aber wohl für Surfer… Laut Bootsman der drittbeste Surfsot

Playa Zicatela Richtung Ort

Die mexikanische Badementalität kommt der Meinen sehr entgegen… Ins Wasser gehen, etwa bis zur Hüfte, manchmal auch ein wenig tiefer, so ganz genau kann man das beim Pazifik eh nicht planen. Rumstehen. Ein bisschen planschen. Begeistert schauen. Sich unterhalten. Ein bisschen hin und her taptschen. Das Wasser wieder verlassen. Wunderbar!

Surfer an der Playa Zicatela

Kein heißer Surferspot ohne Surfer und Surferbilder…

Das ganze sah so großartig aus, dass sogar ich, die personifizierte Unsportlichkeit, Lust hatte, das auch mal zu probieren. Hab ich natürlich nich. Sooo weit ging die Abenteuerlust dann doch nicht…

Surferspot Playa Zicatela

Surfer an der Playa Zicatela

soviel zum kleinen Update…. in den kommenden Tagen folgt hoffentlich noch einiges mehr… um mal anzuteasen:

-menschen, die vom himmel fallen,

-tortugas die aus dem meer gezerrt werden,

-der mariachi-strich

-bunte hamacas

– tortugas die ins Meer entlassen werden

– ein potentielles Gefängnis (falls sich jemand an der Finanzierung beteiligen möchte, oder Kontakte zu Vox hat)

– das Hochzeitsviertel

– DIE Tequila-Flasche

Zwischenmeldung

17. Mai 2010

So lange ist Mexiko jetzt her, so lange, dass ich ohne Nachdenken nicht genau sagen kann, wie lange. Ein Monat? Zwei Monate? So viel ist seitdem geschehen… Mexiko, wieder Berlin, jetzt Hamburg. Es ist meist immer noch so unwirklich, dass ich tatsächlich da war, dann wieder scheint es wie das normalste auf der Welt. Am Strand liegen in Puerto Escondido, über Hamburger Deiche klettern, Andy Warhol in der Kunsthalle, Frida Kahlo in Coyoacán… Immer wieder kleine flashbacks… Der Amores Perros Soundtrack ist nicht mehr hörbar ohne Bilder des Popocatepetl im Kopf zu haben, Bettina Rust und ihre Interviews lassen mich wieder nachts im Bus von Mexiko Stadt nach Puerto Escondido sitzen, in der Hamburger U-Bahn, die Treppen runter zum Schlump und kurzzeitige Desorientierung lassen mich an die Verwirrung der ersten Tage in der Insurgentes Station denken. Noch in Berlin ein paar Tage lang intensivst die Erinnerung an die Busfahrt entlang der Küste nach Puerto. Morgens bei Sonnenaufgang aufwachen. Müde und gerädert von der langen Fahrt, der Bus eher minderbequem, alles schmerzt ein bisschen, der Wunsch nach weiterschlafen verträgt sich nich mit der plötzlich vorhandenen Aufregung. Ich bin die einzig erkennbar wache im Bus, (ausser dem Busfahrer hoffentlich), wir fahren durch winzige Dörfer, meist nur einzelne Hausgruppen aufgefädelt an der staubigen Landstrasse. Zwischendurch Wald, richtiger Wald, Palmen, unglaubliche Landschaften, kein Handyempfang. Das Gefühl, irgendwo im nirgendwo zu sein. Der Wunsch stundenlang weiterzufahren, immer immer weiter, mehr sehen, tiefer in dieses Land einzudringen gepaart mit dem Wunsch endlich anzukommen, auszusteigen, nicht allein in der fremden Wildnis sein zu wollen. Sicherheit gegen Abenteuer. Die Sicherheit siegte. Diesmal.

Morgen ist es zwei Monate her, dass ich ins Flugzeug stieg, Mexiko entgegen flog. Zeit also, langsam den Rest der Bilder hochzuladen. Geschichten aufzuschreiben bevor alles verdrängt ist. Zeit sich nochmal an alles zu erinnern und die nächste Reise zu planen…

Liebeserklärung

20. April 2010

Plaza Garibaldi

Aus einer Postkarte:

„… das also ist Mexiko. Groß, Riesengroß, wunderschön, laut auf eine melodische Art und Weise, kreativ, bunt, fremd und vertraut zugleich wie der perfekte Geliebte, voller Leben und doch ruhig, eine Mischung aus sehr alt und doch modern… Faszinierend und bezaubernd… ein Traum, und doch wahr… “


Torre Latinoamericana

Abschluss meines ersten Aufenthaltes in Mexiko Stadt sollte ein Besuch auf dem Torre Latinoamericana werden. Warum? Weil. Weil es nie schadet, die Dinge mal von oben zu betrachten, weil ich die Hügel sehen wollte, die Stadt von oben, Dimensionen, alles neuBekannte einordnen, weil der Turm einfach schön ist, und weil man hoch konnte. Darum!

Bellas Artes - Torre Latinoamericana

Die Auffahrt allein schon ein kleines Erlebnis. Statt einer popeligen Eintrittskarte gabs ein Bändchen um den Arm. Damit ging man dann zum Fahrstuhl und den darin integrierten Fahrstuhlfahrer. FAHRSTUHLFAHRER! Mit diesem fuhr ich also allein nach oben, und es hätte mich nicht gewundert, wenn ich oben beim Aussteigen Tom Hanks und Meg Ryan in die Arme gelaufen wäre.

Palacio de Bellas Artes

Oben dann Aussichtsplattform, Souvenirladen, Café, alles in einem. Um es vorweg zu nehmen, es gab mehrere Aussichtsplattformen. Das merkte ich aber natürlich erst, nachdem ich von der ersten aus 50 Bilder in alle Richtungen geschossen hatte, da sass, und genoss und mich über die dreckigen Fenster aufregte. Danach blieb dann zwar noch Zeit die anderen Ebenen zu besuchen, aber keine Muße und keine Zeit mehr für mehr Bilder. Irgendwann muss ja auch mal genug sein.

Blick gen Nordosten

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich eine kleine Schwäche für den Norden und Osten. Was zum einen an den Motiven lag (Lieblingsberge, Bellas Artes, Zócalo, Flughafen, Popo), zum anderen aber auch am Sonnenstand (kurz vor Untergang) und den dreckigen Scheiben (ähm…)

Blick gen Norden

Blick gen Nordberge

Rechts aussen am Bildrand erkennbar das grüne Dach der Basílica de Guadalupe.

Blick gen Osten / Zócalo

Zócalo / Flughafen

Blick gen Südosten / Popo

Auf den Bildern recht schlecht bis gar nicht erkennbar, von den verschiedenen Plattformen wunderbar bis erahnbar erkennbar: die Schneegipfel vom Popocatépetl und Iztaccíhuatl…

Südosten

kein Fleck aufm Bild sonder ein Flugzeug im Landeanflug. Der Flughafen ist tatsächlich mitten in der Stadt. Bei den Ausmaßen allerdings auch kaum anders möglich.

Markt im Parque de la Alameda

Blick gen Südsüdwest

Der Torre Latinoamericana beeindruckt  nicht nur durch seine Schönheit und seine Möglichkeit des Weitblickes, nein, er beeindruckt auch durch Fakten: Gebaut von Augusto H. Álvarez zwischen 1948 und 1956 war er mit 182 m das höchste Gebäude Lateinamerikas (und auch das erste Hochhaus auf lateinamerikanischem Boden) und bis 1972 das höchste Gebäude von Mexiko Stadt. 1956 war er gar das 6. höchste Gebäude der Welt. Desweiteren überstand er mehrere schwerere Erdbeben unversehrt.

Mich beeindruckte vor allem die oberste Plattform, die unglaubliche Aussicht, das leise Pfeifen der Verkehrspolizisten das auch hier oben noch zu hören ist, die unglaubliche Ruhe trotzdem, die wahnsinnige Aussicht und das schöne Abendlicht, die Weite und Schönheit…. und erwähnte ich bereits die Aussicht und das Licht?

Erinnerung

13. April 2010

Puerto Escondido

Und dann, als die Sonne sich vor mir immer mehr dem Meer näherte und hinter mir der volle Mond immer höher stieg, plötzlich die Erinnerung. An mich als kleines Kind auf der Rückbank eines VW Käfers. Süditalien. Eine kurvige Strasse, draussen dunkel, links, noch dunkler, das Meer. Über uns der Mond. Und die Erkenntnis: Der Mond ist immer da, wo ich gerade bin.

Popo, Izta und Amecameca

12. April 2010

Popocatepetl

Von meinem grandiosen Ausflug nach Amecameca hatte ich ja schon ausführlich berichtet. Die Fotos vom schönen Arsch der Welt jetzt also hier in aller Ausführlichkeit…

Amecameca / Iztaccihuatl

Hinterland

El Popo

Iztaccíhuatl - Die schlafende Frau

Amecameca und der Popo

spooky Friedhof

spooky Friedhof

spooky Friedhof

spooky Kirche

Iztaccíhuatl

Amecameca

Markt in Amecameca

Koch in Amecameca

Amecameca / Popo

Spannende Sagen zu den Bergen übrigens wie immer bei Wikipedia…

Basílica de Guadalupe

12. April 2010

Wie bereits berichtet ist das Überzeugendste der Basílica de Guadalupe das Laufband. Und der Blick über die Stadt.

Laufbandpilgerer

Laufbandpilgerer

Platz vor der Basílica

Links mit der gelben Kuppel die alte Basílica.

Blick über die Stadt. Im Vordergund alte und neue Basílica.

Blick über die Stadt II

Groß, bunt mit Häusern und Bergen. So muss das sein...

Kerzenmann

Engelsblick

Mexiko – die Stadt II

12. April 2010

Gebäude, bunt

Cero Emisiones

Null Emissionen – Umweltschutz auf mexikanisch

Torre Latinoamericana

Hausbau

Hausbau II

Der Mexikaner parkt gerne farbbewusst...

Farbbewusstsein II

Kindergarten in Coyoacán

Hörnchen

Hörnchen

Teotihuacán

10. April 2010

Teotihuacán von aussen...

da es ja kleine Probleme gab, den Eingang zu finden, schaute ich mir die Anlage erstmal von aussen an. Gut geschützt durch den Zaun. Als guter Schwabe schaut man ja gerne mal, obs was taugt, bevor man 50 Pesos ausgibt… Rechts die Sonnenpyramide, geradeaus die Mondpyramide.

Indianer!!!!

Auch in Teotihuacán durften die beliebten Trachtengruppen nicht fehlen. Mein begeistertes „Servus“ ignorierten sie leider. Also wohl doch die örtliche Theatergruppe und keine echten Indianer…

Pirámide del Sol

die drittgrösste Pyramide der Welt, erbaut etwa 100 n. Chr.

"Und alle so Yeaahh" auf mexikanisch

Zwischen dem 19. und 21. März wimmelt es in Teotihuacán nur so vor positiver Energie, viele Pilger kommen also genau an diesen Tagen (wie auch ich), kleiden sich weiß (wie, äh, auch ich), recken ihre Arme in die Luft und hoffen auf diese Energien. Sieht albern aus, scheint aber zu helfen…

Auch diese so Yeaahh

Warteschlange

Die Schlange derer, die die Sonnenpyramide erklimmen wollten, schlängelte sich um insgesamt dreieinhalb Seiten der Pyramide. Wartezeit mindestens ne gute Stunde. So ohne Schatten, Eismann und Garantie auf positive Energie habe ich darauf verzichtet…

abgesperrter Teil Teotihuacáns

Calzada de los Muertos / Pirámide de la Luna

Schattensucher

auf der Mauer, auf der Lauer...

Mauersitzer

Da wie an allen öffentlichen, touristischen Plätzen in Mexiko auch hier natürlich die Polizei nicht fehlen durfte, wurden die anwesenden Polizisten einfach auf alle unbestiegenen Pyramiden verteilt.

Blick auf die Pirámidel del Sol von der Pirámide de la Luna

Auf-/Abstieg Pirámide de la Luna

Souvenir- / Andenken- / Gebrauchsartikelbuden

Kassenhäuschen

Ja, das sind also die legendären Kassenhäuschen. Eigentlich ein Wunder, dass ich sie nich gleich als solche wahrnahm. Zumal „mein“ Kassenhäuschen auch noch in einer Senke stand. Also, offensichtlicher gehts ja wohl kaum!!!! Wenn man allerdings bedenkt, dass Mexikaner eh umsonst kostenneutral das Gelände betreten dürfen, Kassenhäuschen also nur für Touristen da sind, reicht das ja so. Sehr lustig also, wenn man diese Kassenhäuschen endlich als solche identifziert hat, geht man auf eines der in den Zaun geschnittenen Löcher zu, hofft, dass da auch ein Kartenverkäufer sitzt oder in absehbarer Zeit kommt, und kauft dann seine Karte. Preislisten hängen an den Eingängen (NACH den Kartenhäusle). Ich versteh Mexiko nicht, aber ich mag es.